Die Anbahnung des Arbeitsverhältnisses - Das Vorstellungsgespräch

Sie bewerben sich bei einem potentiellen Arbeitgeber und werden zum Vorstellungsgespräch geladen.

Hier spielt das Fragerecht des Arbeitgebers eine entscheidende Rolle.

Abgeleitet aus dem sich aus Art. 2 GG ergebenden allgemeinen Persönlichkeitsrecht wird unterschieden in absolute und relative Frageverbote.

Zulässige Fragen sind vom Arbeitnehmer wahrheitsgemäß zu beantworten- beantwortet der Arbeitnehmer eine zulässige Frage wahrheitswidrig, so ist der Arbeitgber berechtigt, sich durch Anfechtung seiner auf Abschluss des Arbeistvertrages  gerichteten Willenserklärung vom Arbeistverhältnis zu lösen.
Diese Anfechtung fällt nicht unter das Kündigungsschutzgesetz und auch der Betriebsrat ist nicht vor der Anfechtung anzuhören

Bei unzulässigen Fragen bleibt die wahrheitswidrige Beantwortung folgenlos – es besteht hier also praktisch ein „Recht zur Lüge“.